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Wanderungen

Der Cilento, wo hohe Berge und ein türkisblaues Meer sich treffen, ist ein abwechslungsreiches Wanderparadies für die ganze Familie: Die Auswahl reicht vom Strandspaziergang zur Besteigung anspruchsvoller Gipfel im Hinterland, vom Genusswandern durch Olivenhaine zu Streifzügen zwischen antiken Ruinen, von Pilgerwegen auf heilige Berge bis hin zu wilden Küstenpfaden. Die im folgenden vorgestellten und von W 1 bis W 30 bezeichneten Touren sind im Reiseführer "Cilento aktiv – Aktiv-Urlaub im ursprünglichen Süditalien" detailliert beschrieben. Die Startpunkte der genannten Wanderungen finden sich auf Google Maps, z.T. auch die gesamte Tour.

Alto Cilento

Die küstennahen Berge westlich Paestum bei Capáccio, Giungano und Trentinara bieten eine Reihe von ausichtsreichen Touren, von denen einige auf private Initiative im Gelände auch markiert sind. Tolle Ausblicke auf Paestum, die Küstenebene und den Golf von Salerno bietet der Spaziergang bei den Ruinen von Capáccio Vecchio (W 1) im Rücken des Santuario Madonna del Granato. Unternehmungslustige setzen die Tour auf dem verkarsteten Bergkamm bis zum Monte Soprano fort. Ein leicht zu erklimmender Aussichtsgipfel ist der weiter südwestlich gelegene Monte Vésole (W 2), der Ausgangspunkt ist zu erreichen auf der Passstraße westlich Trentinara. Ein vielversprechendes Wegenetz entsteht im Gebiet um die Gola Tremonti (W 3), einer eindrucksvollen Schlucht, die sich östlich Giungano öffnet. Zugänge auch vom Bergstädtchen Trentinara bzw. aus Capáccio.

W 1: Capáccio Vecchio – Ausblick auf Geschichte
Selbst ohne Bergspaziergang lohnt die kurze Fahrt von Paestum hoch zum Santuario Madonna del Granato. So wie Capáccio die mittelalterliche Nachfolgesiedlung von Paestum ist, so lebt der antike Hera-Kult in der Verehrung der katholischen Granatapfel-Madonna fort. Vom Kirchenvorplatz genießt man einen herrlichen Blick auf die Sele-Ebene mit den antiken Tempeln von Paestum, den Golf von Salerno und die Amalfitana. Oberhalb der Kirche liegen auf dem Monte Calpazio (heute Monte di Capáccio Vecchio) die Ruinen von Capáccio Vecchio. Kaiser Friedrich II. ließ den Ort zerstören, als er 1246 eine gegen ihn gerichtete Verschwörung niederschlug. Die Überlebenden zogen ins nahe San Pietro, das heute den Namen Capáccio trägt. Ansicht der Tour auf Google Maps, in der Satellitenansicht sogar in 3-D!

W 2: Monte Vésole – Gelato con vista
Der Monte Vésole ist einer der besten Aussichtsgipfel des nördlichen Cilento! Am Fuße des Berges wurde noch bis ins 20. Jh. in zwei kreisrunden ausgemauerten Gruben (sog. nevere) im Winter Schnee gesammelt, zu Eis gepresst und zwischen isolierenden Schichten von Farnen, Blättern und Spreu aufbewahrt. Mit Maultieren Fuhre um Fuhre zu Tal gebracht, wurde das Eis auf Sommerfesten z. B. zu erfrischender Granita verarbeitet. Ansicht der Tour auf Google Maps, in der Satellitenansicht sogar in 3-D!

W 3: Gola Tremonti – Imposanter Talkessel
Alte Wirtschaftswege verbinden Giungano mit dem 350 m höher gelegenen Trentinara. Der schönste führt vorbei an Gumpen und Wasserfällen in der Tremonti-Schlucht nach oben. Folgt man dem aussichtsreichen Plateaurand in einem weiten Bogen durch eine archaische Bauernlandschaft, ergibt sich eine sehr abwechslungsreiche Rundwanderung. Glaubt man dem Historiker Plutarch und den (auf Tourismus erpichten) Lokalpolitikern, so war die Talschlucht im Jahre 71 v. Chr. Schauplatz einer der letzten entscheidenden Schlachten zwischen dem Sklavenheer des Spartakus und den römischen Legionen unter Befehl von Licinius Crassus.

Die beiden Halbinseln nördlich und südlich des hübschen Küstenstädtchens Santa Maria di Castellabate laden zu kürzeren und längeren Touren ein. Die Rundwanderung am Monte Tresino, vorbei an der Punta Tresino (W 4) lässt sich von Norden an der Baia di Trentova bei Agropoli und aus dem Süden im Ortsteil Lago von Santa Maria di Castellabate beginnen. Monte Licosa (W 6) und Punta Licosa (W 5) lassen sich am besten aus dem Hafenstädtchen San Marco di Castellabate erreichen. Der Zugang von Ogliastro Marina im Süden war zuletzt kostenpflichtig.

W 4: Punta Tresino – Halbinsel mit Vergangenheit
Auf der Halbinsel zwischen Agròpoli und S. Maria di Castellabate ist die Zeit stehen geblieben. Nicht nur Kindern macht es Spaß, durch den verlassenen Ort San Giovanni zu streifen. Auf alten Ackerterrassen und in aufgegebenen Olivenhainen breitet sich duftende Macchia aus, während unter der Erde die Reste des antiken Trezene schlummern. Die weit verbreiteten hohen Büschel des Mauretanischen Riesengrases (Ampelodesmos mauretanica) sind ein Indiz dafür, dass hier Hirten gelegentlich Feuer legen.

W 5: Punta Licosa – Sirenen-Kap
Laut Strabon verdanken das Kap und die vorgelagerte Insel ihren Namen der Sirene Leucosia. Der Sage nach suchte sie hier den Tod, nachdem Odysseus sich, scheinbar unbeeindruckt von ihrem verführerischen Gesang, von seinen Mannen hatte vorbeirudern lassen. Besonders zauberhaft ist der Küstenabschnitt zwischen Punta Licosa und Punta Ogliastro. In diesem Abschnitt verläuft ein schmaler Pfad mit leichtem Auf und Ab unmittelbar am Meer, teils im Schatten hoher Schirmpinien, teils durch duftende Küstenmacchia. Zwischen S. Marco di Castellabate und der Punta Licosa genießt man die Blicke auf den Golf von Castellabate, die Punta Tresino (siehe W 4), die Amalfitana und bei guter Sicht sogar Capri. Zuletzt wurde am südlichen Zugang Punta Ogliastro gelegentlich Eintritt erhoben, auf jeden Fall aber der Zugang auch für Fußgänger sehr restriktiv gehandhabt. Umständlicherweise musste man die Zugangserlaubnis vorab im Hotel Palazzo di Belmonte in S. Maria di Castellabate einholen! Kehrt man zum Ausgangspunkt am Hafen von San Marco zurück, ohne das Tor auf Höhe der Punta Ogliastro zu durchschreiten, bleibt man auf der sicheren Seite. Die gleiche Wanderung beschreibt auch Andreas Haller in seinem Reisehandbuch Cilento (Michael Müller), Ansicht auf Google Maps.

W 6: Monte Licosa – Belvedere für Bambini
Der Aufstieg zur verfallenen Marine-Beobachtungsstation, dem Semaforo oberhalb der Punta Licosa, ist eine lohnende "Bergtour", auch für Kinder. Sind Kondition und Laune gut, kann man immer noch den Monte Licosa erklimmen. Im Frühsommer überziehen die Hänge sich mit blühenden Zistrosen. Ansicht der Tour auf Google Maps, in der Satellitenansicht sogar in 3-D!

Ein relativ gut markiertes Wegenetz ist zwischen den Küstenstädtchen Acciaroli, Pioppi (W 8) und Marina di Casal Velino, sowie den Bergorten Pollica, Cannichhio, Celso und Casal Velino entstanden. Gratis-Karten gibt es mit Glück vor Ort. Aus Celso führt über Galdo eine weitere Aufstiegsroute hoch zum Monte della Stella (siehe W 15).

W 8: Von Pioppi nach Acciaroli – Lohnender Umweg
Dieser "Umweg" durch das bäuerliche Hinterland verbindet zwei reizvolle Küstenorte miteinander. Frei vom Durchgangsverkehr ist Póllica einer der hübschesten Orte im westlichen Cilento. Ansicht der Tour - dargestellt ist hier nur der Abschnitt Celso–Acciaroli - auf Google Maps, in der Satellitenansicht sogar in 3-D! Andreas Haller beschreibt in seinem Reisehandbuch Cilento eine Variante der Tour, die in Marina di Acciaroli ihren Ausgang nimmt. Darauf bezieht sich folgende Darstellung des Tracks auf Google Maps – ab Celso ist der Verlauf der beiden Wanderungen identisch.

Cilento Centrale

Der Monte della Stella, der beste Aussichtsberg im Cilento Centrale, ist aus allen Richtungen zu erreichen. Eine Reihe von Wegen sind im Gelände markiert und auch auf Gratis-Karten verzeichnet, die vor Ort (mit Glück) erhältlich sind. Zum Klassiker wurde der von mir seit Jahren beschriebene Aufstieg über den Kamm aus nordwestlicher Richtung (Anfahrt über Mercato Cilento). Ebenfalls ein "heiliger Berg" ist der Monte Gelbison, dessen Gipfel von Novi Vélia auf einer Straße bzw. auf dem alten Pilgerweg zu erreichen ist. An der Küste ist die Ausgrabung von Vélia (W 16) ein lohnendes Ziel, auch für Wanderer.

W 7: Monte della Stella – Den Cilento im Blick
Vom Monte della Stella liegt einem der Süden Kampaniens zu Füßen. Wie der Monte Gelbison (siehe W 15), seit Urzeiten ein heiliger Berg, hatte er in der Antike auch praktische Bedeutung als Signalstation zwischen Poseidonia (Paestum) und Elea (Velia). Den kegelförmigen Berg, ursprünglich Monte Cilento genannt, umgibt ein Kranz mittelalterlicher Orte. Mitte August strömen Pilger aus allen Himmelsrichtungen zum Santuario della Madonna della Stella, das sich unterhalb des Gipfels anstelle einer alten Langobardenfestung erhebt. Die Radarstation auf dem Gipfelplateau ist eine der wichtigsten Flugleitstellen Süditaliens.

W 15: Monte Gelbison – Heiliger Berg
Von Novi Vélia führt ein alter Pilgerweg zum Santuario della Madonna del Sacro Monte auf den Gipfel des 1.705 m hohen Monte Gelbison. Gelegentlich trifft man unterwegs Pilger, die zum Teil barfuß bis zum Heiligtum aufsteigen, die meisten fahren jedoch auf der kurvenreichen Straße mit dem Auto hoch. Am letzten Mai-Sonntag und am zweiten Sonntag im Oktober bewegen sich allerdings ganze Menschenströme zu Fuß auf den heiligen Berg.

W 16: Vélia – Wettlauf mit Philosophen
Die Ausgrabung des antiken Elea (Vélia) ist eine von drei (!) der UNESCO-Weltkulturerbestätten des Cilento. Weniger der Ruinen wegen, die in Paestum bedeutsamer und eindrucksvoller sind, sondern weil hier vor 2.500 Jahren Gedanken gedacht wurden, die zur Grundlage der Moderne zählen. Um die Lehre seines Lehrers Parmenides zu verteidigen, erfand Zenon z. B. die Paradoxa – Beweise, die sich gegen ("para") die im Volk verbreiteten Meinungen ("doxa") richteten. Berühmt ist das Paradoxon vom Wettlauf zwischen Achilles und der Schildkröte, aber das ist eine andere Geschichte. Nach Vélia verirren sich nur selten Touristenbusse – und was wenige wissen: Innerhalb der archäologischen Zone kann man herrlich wandern.

Basso Cilento

Landschaftlich besonders reizvoll sind küstennahe Wanderungen, wie z.B. jene bei Marina di Camerota. Dank Markierungen gut zu finden ist die tolle Strecke zum Porto delle Infeschi (W 21), einem Naturhafen westlich des hübschen Hafenstädtchens. Start ist im Westen von Marina di Camerota an der Spiaggia Lentiscelle, einem der schönen Badestrände des Ortes. Weitere tolle Badebuchten unterwegs. Diese Route lässt sich ideal mit einem Bootsausflug kombinieren, Infos am Hafen von Marina di Camerota. Zu kürzeren und längeren Spaziergängen lädt weiter nördlich das Capo Palinuro (W 18) ein. Schöne Ausblicke bietet in der Nähe der Molpa-Hüge. Grandiose Küstenlandschaften von fern und nah erlebt man bei Wanderungen auf die Vaccuta (W 22), an die Spiaggia del Marcellino (W 23) bzw. bei Scario (W25). Der Basso Cilento geizt auch nicht mit Gipfelerlebnissen, wie z.B. bei den Touren auf den Castelluccio (W 17) bei Pisciotta oder den Monte Bulgherìa (W 24).

W 17: Castelluccio – Hausberg von Pisciotta
Schöne Ausblicke und schattige Wälder wechseln sich auf dieser Rundwanderung ab. Vom 701 m hohen Gipfel des Castelluccio genießen wir einen 360 °-Blick.

W 18: Capo Palinuro – Weiter Horizont
Am Capo Palinuro läuft die Cilento-Küste zur Hochform auf. Die senkrecht aus dem Meer aufsteigenden Kalkfelsen dienten bereits frühen Seefahrern zur Orientierung, flößten ihnen aber auch Angst ein. In der Änäis schildert Vergil den Tod des Steuermannes Palinuros. Vom Hochplateau bietet sich ein herrlicher Rundblick. Von Februar bis März blüht auf schattigen Felsen in Meeresnähe die Palinuro-Primel (Primula palinuri), endemisches Präglazialrelikt und Emblem des Nationalparks.

W 19: San Severino di Centola – Eine Geisterstadt
Das alte San Severino di Centola, bis Mitte des 19. Jh. noch San Severino di Camerota, erhebt sich auf einem Felsgrat über der Mingardo-Schlucht und dem modernen Ort gleichen Namens. Im 16. Jh. konnte unter spanischer Herrschaft vermeldet werden: "Muros buenos y castillo fuerte al pié de la tierra en una rocca." Die Festung hielt eine Schlüsselposition zur Kontrolle des Territoriums. Es bestanden Sichtverbindungen zu anderen Burgen und Küstenwachttürmen. Was früher von strategischer Bedeutung war, genießen wir heute als Belvedere.

W 20: Camerota – S. Cono
Der alte Verbindungsweg, der von Camerota vorbei an der Cappella S. Antonio und dem verfallenen Iazzo S. Cono bis an die Mingardo-Mündung südlich des Arco Naturale ans Meer führt, wurde vor etlichen Jahren als Wanderweg neu angelegt (und seither leider kaum noch gepflegt).

W 21: Porto degli Infreschi – Erfrischende Paradiesbucht
Östlich von Marina di Camerota erstreckt sich einer der wildesten Küstenabschnitte des Parco del Cilento. Der Porto degli Infreschi, ein kristallklarer Naturhafen am Golfo di Policastro, verdankt Kaltwasseraustritten seinen Namen. Früher nutzten Fischer die kühlen Grotten, um ihren Tagesfang frisch zu halten. Ansicht der Tour auf Google Maps, in der Satelitenansicht sogar in 3-D!

W 22: La Vaccuta – Gipfel auf die Schnelle
Trotz ihrer Zwergenhöhe von nur 576 m ist die Vaccuta ein Gipfel, der ins Auge fällt. Das mag an der pyramidenförmigen Gestalt liegen, v. a. aber sieht man den Berg von überall her. Entsprechend gut ist der Ausblick von oben.

W 23: Vallone del Marcellino – Wildes Tal
Der Vallone del Marcellino ist eine wildromantische Talschlucht mit herrlicher Vegetation. Nach starken Regenfällen füllen sich die Gumpen mit Wasser. In den steilen Felsklippen nisten Falken. Am Ende der Wanderung wartet ein einsamer Kiesstrand am Golf von Policastro.

W 24: Monte Bulgherìa – Weitblick und Lavendelduft
Seine exponierte Lage über dem Golf von Policastro macht den "nur" 1.225 m hohen Monte Bulgherìa zu einem der schönsten Aussichtsberge des Cilento. Den Namen verdankt er bulgarischen Söldnern, die im 7. Jh. in Begleitung der Langobarden ins Land kamen. Von April bis Juni blühen zahlreiche Orchideen und im Sommer ist die Luft erfüllt vom Duft des wilden Lavendels.

W 25: Scário – Über dem Golf von Policastro
Westlich von Scário erstreckt sich wild und beinahe unberührt die Costa Masseta. Ein Wanderweg hoch über der Küste führt mit herrlichen Ausblicken durch duftende Macchia.

Geologische Phänomene wie Schluck- und Spucklöcher sind im reizvollen, gebiergigen Hinterland des Golfo di Policastro zu entdecken. Startpunkte der Wanderungen auf Google Maps.

W 26: Morigerati – Ein Fluss taucht auf
Der Fiume Bussento entspringt am Fuße des M. Cervati. Bei Caselle in Pittari (siehe W 27) verschwindet er im Karst, um nach 8  km unterirdischem Lauf in einer faszinierenden Talschlucht unterhalb des mittelalterlichen Städtchens Morigerati wieder aufzutauchen.

W 27: Caselle in Pittari – S. Michele genießt die Aussicht
Bei Caselle in Pittari verschwindet der Bussento in einem Schluckloch, um nach 8 km unterirdischem Lauf bei Morigerati (siehe W 26) plötzlich wieder aufzutauchen. Viel Belvedere für wenig Bergschweiß gibt es auf dem Pilgerweg zum Michaelsheiligtum. Dabei müssen wir den 689 m hohen Hausberg noch nicht einmal ganz erklimmen.

Vallo di Diano und Cervati

Höchstes Gipfelglück erlebt man auf dem 1890 m hohen Monte Cervati (W 14)! Die Anfahrt aus Piaggine ist ausgeschildert. Im Nachbarort Valle dell'Angelo gibt es gute Unterkunftsmöglichkeiten, zugleich startet hier die Rundwanderung um den Monte Pescorubino über Laurino mit einem Abstecher zur Grava del Vesalo (W 15), einem beeindruckenden Karstschluckloch.

W 13: Grava di Vesalo – Ein Bach verschwindet
Der sympathische Bergort Valle dell’Angelo ist Ausgangs- und Endpunkt dieser abwechslungsreichen Rundwanderung am Oberlauf des Calore. Beeindruckende Bergpanoramen wechseln mit Wiesen und lauschigen Wäldern ab. Ein Abstecher führt zur Grava di Vesalo, einem abgrundtiefen Karstschlund.

W 14: Monte Cervati – Höchstes Gipfelglück
Aus allen Himmelsrichtungen erreichen Pilgerwege das Marienheiligtum Madonna della Neve auf dem Monte Cervati, mit 1.899 m der höchste Gipfel des Cilento. Eine der schönsten Routen führt durch ausgedehnte Buchenwälder, über Almweiden und vorbei an eindrucksvollen Karstformationen von Piaggine heran.

Hans M. Tuschar beschreibt in seinem Cilento-Führer (Rother, 2010) eine Reihe weiterer reizvoller Touren im Gebiet des Cervati, darunter auch eine Wanderung durch den Vallone dell'Inferno zur Quelle des Bussento im Süden des Gipfelmassivs. Besonders beeindruckend ist hier der Affondatore di Vallivona (YouTube Clip), ein gewaltiges Schluckloch auf 1100 m Höhe, von senkrecht aufsteigenden Felswänden umgeben. Dieser naturgewaltige Ort ist durch einen 400 m langen Felstunnel (Taschenlampen einstecken!) zugänglich gemacht worden.

Alburni und Calore

Im Sommer bietet die Wanderung durch die Gole del Calore (W 10) bei Felitto Erfrischnung im klaren Fluss, der in seinem Lauf tolle Badegumpen ausbildet. Ausgangspunkt ist die Localita Remolino unterhalb des Ortes, in der gleichnamigen Trattoria kann man sich im Anschluss stärken. Die Wanderung ist natürlich auch im Frühjahr und Herbst ein Vergnügen. Wanderwege durchziehen auch den Höhenzug im Südwesten der Calore-Schlucht. Ein guter Ausgangspunkt ist der Bergort Magliano Vètere (W 9).

W 9: Magliano Vètere – Felskapellen mit Fernblick
Der Höhenzug im Südwesten der Calore-Schucht (siehe W 10) ist ein kleines Wanderparadies mit viel Belvedere. Die Pro Loco hat in den Orten Capizzo, Magliano Vètere und Magliano Nuovo Wandertafeln aufstellen und Wege markieren lassen.

W 10: Gole del Calore – Paradies für Flussotter
Der Calore bildet auf seinem Lauf von den Hängen des Monte Cervati (siehe W 14) bis ans Tyrrhenische Meer fünf Schluchten, die eindrucksvollste ist jene zwischen Felitto und Magliano. Hier leben die selten gewordenen, nachtaktiven Flussotter.

Das Rifugio Panormo oberhalb Ottati ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in den Monti Alburni, darunter auch die Besteigung des mit 1742 m höchsten Gipfels Monte Panormo (W 11) (bzw. Monte Alburno). Die Wege sind rot-weiß markiert und nummeriert. Auch uralten Spuren wandert man auf der Costa Palomba (W 12) bei Sant'Angelo a Fasanella.

W 11: Monte Panormo – Auf dem Dach der Monti Alburni
Mit 1.742 m ist der Monte Panormo, auch Monte Alburno (der "Mons Albus" der Römer) genannt, höchster Gipfel der Alburni. Die Rundum- und Weitblicke sind ebenso großartig wie die Tiefblicke ins Tanagro-Tal. Im Sommer blühen auf Lichtungen wilde Lilien und die Almweiden verwandeln sich in ein einziges Blütenmeer.

W 12: Costa Palomba – Steinkrieger in den Monti Alburni
Seit dem 5. Jh. v. Chr. hält auf der 1.125 m hohen Costa Palomba eine in den Fels geschlagene, heute rätselhaft wirkende Figur eines Kriegers oder Schamanen Wache über das Valle del Calore, das sich im Südwesten ausbreitet. Lukaner besuchten den heiligen Ort, der auch heute nichts von seiner Ausstrahlung eingebüßt hat. Im Dialekt heißt die Figur Antece, der Vorfahre. Ein herrlicher Fleck für ein Picknick, oder auch um den Sonnenuntergang zu erleben.

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Vor diesem Kollegenbuch ziehe ich den Hut und empfehle es rückhaltlos!

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