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Geologie

Geologisch zeigt der Cilento zwei Gesichter. Landeinwärts der gedachten Linie Capáccio–Sapri dominieren die parallel zum Apeninnenhauptkamm verlaufenden hellen Kalksteinreliefs der Alburni, des Cervati-Massivs – mit 1.898 m die höchste Erhebung Kampaniens –, und die langgezogene Bergkette, die sich von Capáccio Vecchio über den Monte Vésole (siehe W 2) zieht, um im Monte Chianello zu gipfeln. Karst ist sehr ausgeprägt und besonders formenreich in diesem Gebiet, dazu zählen Dolinen und Schlucklöcher auf den Hochebenen, v. a. aber auch die gewaltigen Grotten der Monti Alburni. Niederschlagswasser, das hier versickert, tritt nach unterirdischem Lauf am Fuße der Berge wieder ans Tageslicht, der gelöste Kalk fällt aus und es bilden sich mächtige Travertin-Schichten, wie sie im antiken Paestum als Baumaterial verwendet wurden.

Aus meist dunklen Konglomeraten, Sandsteinen und Mergeln bauen sich die Berge meerseitig der oben erwähnten geologischen Trennlinie auf. Dabei handelt es sich um emporgehobene Sedimentgesteine vom Boden des urzeitlichen Tethys-Meeres. In Anlehnung an ähnliche Formationen des Alpenvorlandes spricht man auch vom "Flysch del Cilento". Ein klassischer Flysch-Berg ist der Monte della Stella (siehe W 7).

Schlechtwetteralternative gesucht? In Höhlen regnet es nicht und die Temperaturen sind meist konstant. Allenfalls tropft es von der Felsdecke, und die steten Tropfen haben im
Lauf von Jahrmillionen den fantasiebeflügelnden Formenreichtum der Stalaktiten und Stalagmiten geschaffen. Besonders die dolomitischen Monti Alburni (siehe W 11, 12) prägen unzählige Karstphänomene, die spektakulärsten sind sicher die Höhlen von Castelcívita (www.grottedicastelcivita.com) im Valle del Calore und die nördlich des Vallo di Diano gelegene Grotta di Pertosa (www.grottedellangelo.sa.it).

Seit 2010 zählt der Cilento zum Netzwerk der European Geoparks (www.europeangeoparks.org), Erdgeschichte soll erlebbar gemacht werden, der Geopark einen Beitrag zur nachhaltigen Tourismusentwicklung leisten (speriamo!).

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