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Nationalparks hoch Drei

Der Parco del Cilento e Vallo di Diano (www.cilentoediano.it), zweitgrößter Nationalpark Italiens, hat würdige Nachbarn. Am Golfo di Policastro treffen nicht nur die drei Regionen Kampanien, Basilikata und Kalabrien aufeinander, sondern im klaren Meereswasser spiegeln sich neben den Gipfeln des M. Bulghèria (siehe W 24) auch das knapp über 2.000 m hohe Sirino-Massiv – Teil des 2007 neu geschaffenen Parco dell’Appennino Lucano (www.parcoappenninolucano.it) – sowie die Monti di Orsomarso, die zum Parco del Pollino (www.parcopollino.it) gehören. Letzterer erstreckt sich über eine Fläche von knapp 2.000 km2 als größter Nationalpark Italiens zwischen dem Thyrrhenischen und Ionischen Meer über die Grenzen Kalabriens und der Basilikata hinweg. Mit fünf Zweitausendern, darunter der 2.267 m hohen Serra Dolcedorme, bildet das aus dolomitischen Kalken aufgebaute Pollino-Massiv das Herzstück des Parco Nazionale.

Mit dem abrupten Steilabbruch über der Piana di Síbari findet der lukanische Apennin hier sein südliches Finale furioso. Berge mit ausgedehnten Wäldern, Alpenmatten, Felsfluren, abgrundtiefe Talschluchten und liebliche Flusslandschaften bieten eine Vielfalt von Lebensräumen mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Das Symbol des
Parco del Pollino ist die Panzerkiefer (Pinus leucodermis), ein imposanter Nadelbaum und ein Relikt der letzten Eiszeit. Die Population der Wölfe (Canis lupus italicus) wird im Pollino auf ca. 30 Exemplare geschätzt. Man wird die scheuen Tiere kaum zu Gesicht bekommen, kann jedoch nachts ihr Geheul hören. Ein Kranz von Ortschaften legt sich um das Gebirge, das der antike Geograf Strabo "Mons Apollinius" nannte. Im Altertum galt Apollon als Schutzgott der Hirten und Herden. Seine Aufgabe wurde in christlicher Zeit auf die Madonna übertragen. Die großen Marienwallfahrtsstätten in den Bergen – auch im Cilento – sind jedes Jahr das Ziel zehntausender Pilger. In dem Brauch, in den Orten festlich geschmückte Baumstämme aufzustellen, sind immer noch alte Fruchtbarkeitskulte lebendig.

Die beiden Gebirgs-Nationalparks sind aus dem südlichen Cilento bzw. von der Costa di Maratea im Tagesausflug zu erreichen. Auch wenn der Ausbau eines offiziellen Wanderwegenetzes nicht schneller als im Cilento voranschreitet, finden sich auf den offiziellen Webseiten einige Aktiv-Urlaubs-Tipps sowie (Wander-)Karten zum Download; Hinweise auf Deutsch auf www.italien-aktiv.info.

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